Anidassana, Appaṭigha Rupa aufgrund von Anidassana Viññāṇa

Der berühmte Vers „viññāṇaṁ anidassanaṁ anantaṁ sabbato pabhaṁ“ in der Kevaṭṭa Sutta (DN 11) und der Brahmanimantanika Sutta (MN 49) bezieht sich auf die Entstehung von anidassana appaṭigha rupa (dhammā) durch Kamma Viññāṇa.

Viññāṇaṃ anidassanaṃ anantaṃ sabbato pabhaṃ  – Richtige Übersetzung

1. Die Formulierung „anidassana viññāṇa“ muss innerhalb des längeren Verses analysiert werden, „viññāṇaṃ anidassanaṃ anantaṃ sabbato pabhaṃ„.

  • Dieser längere Vers taucht in zwei Suttas auf, der Brahmanimantanika Sutta (MN 49) und der Kevaṭṭa Sutta (DN 11); siehe Ref. 1 und 2.
  • Dieser Vers bedeutet: „Viññāṇa ist unsichtbar, unendlich und der Ursprung aller Existenz (bhava).“ Hier bezieht sich Viññāṇa speziell auf Kamma Viññāṇa, was via „avijjā paccayā saṅkhāra, saṅkhāra paccayā viññāṇa“ im akusala mula Paṭicca Samuppāda entsteht. Es führt zu „upādāna paccayā bhavo.
  • Die Dutiyabodhi Sutta (Ud 1.2) und viele andere Suttas bestätigen das. Sie besagt, dass avijjā nirodhā (Beenden von avijjā) zum Beenden von Kamma Viññāṇa führt, was wiederum zum Stopp von Bhava und zukünftigem Leiden führt.
  • Viññāṇa kann man nicht einfach als „Bewusstsein“ übersetzen. Die sechs Arten von Vipāka Viññāṇa stoppen nämlich nicht, wenn man Avijjā beseitigt hat. Sie verbleiben bis Parinibbāna.
  • Nun wollen wir sehen, wie die meisten Übersetzer diesen Vers falsch übersetzen, „viññāṇaṁ anidassanaṁ anantaṁ sabbato pabhaṁ„.

Viññāṇaṁ anidassanaṁ anantaṁ sabbato pabhaṁ – Falsche Übersetzungen

2. Bhikkhu Sujato übersetzt „viññāṇaṁ anidassanaṁ anantaṁ sabbato pabhaṁ“ als „Bewusstsein, was unsichtbar ist, unendlich, völlig aufgegeben„; siehe Die Einladung eines Brahmā (MN 49), engl. Ich habe keine Ahnung, warum er pabhaṁ mit „aufgegeben“ übersetzt.

  • Bhikkhu Bodhi übersetzt denselben Vers mit „Bewusstsein nicht-manifestierend, grenzenlos, rundum leuchtend“; siehe Ref. 3.
  • Ich habe gesehen, dass pabha auch mit „leuchtend“ übersetzt wird. Diese Verwirrung kommt von der Gleichsetzung von „pabha“ mit „pabhā“ (mit einem „langen a“.) Diese beiden Wörter haben sehr unterschiedliche Bedeutungen; siehe Nr. 3 unten.
  • Die deutsche Übersetzung von Mettiko Bhikkhu sagt: „Bewußtsein, was auf nichts mehr zeigt, unendlich, leuchtend, allem fern“
  • Wir sind uns alle einig, dass der erste Teil bedeutet: „Viññāṇa ist unsichtbar, unendlich.“ Dies sind allgemeine Eigenschaften von Viññāṇa Dhātu.

Pabha unterscheidet sich von Pabhā

3. Das Concise Pāli-English Dictionary von Buddhadatta Mahathera definiert „pabhava“ als „Ursprung/Quelle“ und „pabhā“ (mit einem langen „a“) als „Licht/Strahlen“.

  • Beides ist richtig. Das Wort pabhava kommt von pa („wiederholt“) + bha (bhava). Somit bedeutet pabhava „wiederholte Existenz“, was durch Paṭicca Samuppāda entsteht.
  • Das Wort pabha taucht in einem anderen Vers auf, „Ye dhammā hetuppabhavā„; siehe Literaturhinweise 4-6.
  • Die Bedeutung von pabhā (mit einem langen „a“) als „Licht“ ist in der kurzen Pabhā Sutta (AN 4.142) leicht zu erkennen.
  • Um zu verstehen,  wie schlecht die Übersetzungen von Nr. 2 oben sind, müssen wir uns den Hintergrund der beiden Suttas ansehen, in denen der Vers „viññāṇaṃ anidassanaṃ anantaṃ sabbato pabhaṃ“ erscheint.

Brahmanimantanika Sutta (MN 49)

4. Diese Sutta beschreibt einen Bericht über eine Debatte zwischen dem Buddha und Baka Brahma, dem „Führer“ des Mahā Brahma Reiches. Baka Brahma dachte, dass seine Existenz ewig und er dem Buddha überlegen sei.

  • Während dieser Diskussion erklärt der Buddha dem Brahma, dass Baka Brahma sich nicht einmal bewusst sei, dass es Reiche oberhalb des Mahā Brahma Reiches gibt.
  • Dann besprechen sie, wie Anhaftung an weltliche Dinge aus pathavi, āpo, tejo, vāyo zu verschiedenen Existenzen führt. Der Buddha wies Baka Brahma darauf hin, dass er die grundlegende Natur der vier primären Elemente (pathavi, āpo, tejo, vāyo), die in allen Reichen vorhanden sind, nicht verstanden habe.

5. Zu diesem Zeitpunkt machte der Buddha die allgemeine Aussage in Ref. 1, um darauf hinzuweisen, dass es (Kamma) Viññāṇa ist, was zur Fortsetzung des Wiedergeburtsprozesses in all den Reichen führt, in denen die vier primären Elemente vorhanden sind.

  • Übersetzung des ersten Teils des Verses in Ref. 1: „Viññāna ist unsichtbar, unendlich, und führt zur Wiedergeburt für alle. Mit Viññāna kann man die wahre Natur von patavi, āpo, tējo, vāyo, bhūtā, deva, pajapti brahma, abhassara brahma, subhakinha brahma, vehapphala brahma, etc. (in irgendeinem Reich) dieser Welt nicht verstehen (sabba)“.
  • Der letzte Teil des Verses in Ref. 1, „sabbassa sabbattena ananubhūtaṁ“ bedeutet folgendes: Ohne das Verstehen von Kamma Viññāṇa (was unsichtbar und unendlich ist und Existenz auf Grundlage der vier primären Elemente entstehen lässt), ist man nicht in der Lage, die grundlegende Natur dieser Welt zu verstehen.
  • Der Vers in Referenz 1 ist der kritische Teil dieser ziemlich langen Sutta. Obwohl der Rest der Sutta Wort für Wort übersetzt werden könnte, bedarf dieser Vers einer ausführlichen Erklärung.
  • Als nächstes sagt die Kevaṭṭa Sutta direkt, dass das Stoppen von (Kamma) Viññāṇa zum Stoppen des Wiedergeburtsprozesses führt.

Kevaṭṭa Sutta (DN 11)

6. Die Kevaṭṭa Sutta ist noch länger. Aber der größte Teil dieser Sutta kann auch wortwörtlich übersetzt werden. Der Buddha erklärt Kevaṭṭa, dass es nicht gut ist, zu versuchen, Menschen anderen Glaubens zu bekehren, indem man Wunder vollbringt, wie z.B. durch die Luft zu fliegen. Wenn die Menschen die tieferen Aspekte des Buddha-Dhamma verstehen, werden sie solchen Wundern keinen Wert beimessen.

  • Es ist Abschnitt 4 der Sutta, wo die Hintergrundgeschichte zum Vers in Ref. 2 führt. Einem Bhikkhu kam folgende Frage in den Sinn: „Wo hören diese vier primären Elemente auf zu existieren (pathavi, āpo, tejo, vāyo)?“
  • Dann erklärt der Buddha Kevaṭṭa, wie dieser Bhikkhu (der abhiññā-Kräfte besaß) in höhere Reiche ging, um die Antwort auf seine Frage zu suchen. Niemand dort wusste eine Antwort, und er kehrte zurück, um den Buddha zu befragen. Dieser Bericht nimmt den größten Teil von Abschnitt 4 ein.
  • Der für uns wichtige Vers kommt am Ende der Sutta in Abschnitt 4.1. Dort erklärt der Buddha, dass die Frage neu formuliert werden muss, wie wir im Folgenden erörtern.

Nibbāna erreicht man mit dem Stoppen von Kamma Viññāṇa

7. Der Punkt ist, dass man keine Existenz findet, wo diese vier primären Elemente nicht vorhanden sind. Vielmehr sollte man die Frage so umformulieren: „Wie können diese vier primären Elemente (pathavi, āpo, tejo, vāyo) nirgendwo (in den 31 Reichen) Fuß fassen?“ Das ist dasselbe wie die Frage: „Wie kann man den Prozess der Wiedergeburt stoppen?“

  • Die Antwort findet sich am Ende des Verses: „Viññāṇassa nirodhena etthetaṁ uparujjhatī’ti.“ bzw. „Sie (die vier primären Elemente) werden mit dem Stoppen von Viññāṇa aufhören zu existieren.“ Das bezieht sich natürlich nur auf Kamma Viññāṇa.
  • Die vier primären Elemente werden beim Parinibbāna bzw. „vollständigen Nibbāna“ (nach dem Tod eines Arahants) aufhören zu existieren. Sobald der Arahant stirbt, wird er nicht mehr in dieser aus den vier primären Elementen bestehenden Welt wiedergeboren.

8. Kamma Viññāṇa stoppte für den Buddha mit seiner Erleuchtung. Aber er lebte weitere 45 Jahre in dieser Welt bis zum Parinibbāna und er erlebte während dieser ganzen Zeit Vipāka Viññāṇa! Das „Stoppen der vier primären Elemente“ wurde also erst nach dem Parinibbāna verwirklicht.

  • Ich hoffe, man kann jetzt erkennen, warum die englischen und deutschen Übersetzungen in Nr. 2 oben falsch sind. Natürlich gibt es noch mehrere falsche Übersetzungen desselben Verses. Wir schauen als nächstes auf eine weitere.

Anidassana Viññāṇa ist das zweite Arupāvacara Jhāna?

9. Es gibt einige Diskussionen in Foren über anidassana viññāṇa. Siehe z.B. Viññāṇa anidassana: the state of boundless consciousness. Der Autor weist auf eine Referenz hin, die anidassana viññāṇa mit Nibbāna gleichsetzt!

  • Der Autor im obigen Forum geht nicht so weit, sondern sagt: „Ich zeige hier, dass viññāṇa anidassana nicht Nibbāna ist, sondern eine poetische Beschreibung des Zustands des grenzenlosen Bewusstseins, des zweiten „formlosen“ Meditationszustands.“
  • Der Autor versucht also zu beweisen, dass anidassana viññāṇa ein Zustand höheren Bewusstseins ist, das zweite arupāvacara Jhāna bzw. viññāṇañcāyatana.
  • Es ist auch interessant, die Kommentare im Anschluss zu lesen. Bhikkhu Sujāto stimmt dem Autor des Aufsatzes zu und sagt: „Es macht sehr viel Sinn, besonders die Idee, dass anidassana mit arūpa gleichzusetzen ist.“ Bhikkhu Brahmāli meint: „Ausgezeichneter Aufsatz! Er ist klar, und ich denke, die Schlussfolgerung, zu der du kommst, ist solide.“

10. Deshalb habe ich betont, dass die meisten Übersetzer des Tipiṭiaka nicht einmal grundlegende Konzepte wie Viññāṇa und Saṅkhāra verstehen. Ich hoffe, dass diese Bhikkhus und andere Übersetzer über die hier präsentierten FAKTEN nachdenken werden.

  • Man kann eine gute Vorstellung vom traurigen Zustand des Buddha Dhamma in der heutigen Zeit bekommen, wenn man den obigen Aufsatz und die Reihe der Kommentare liest, die folgen. Für mich war es eine deprimierende Erfahrung.

Ananta Viññāṇa – Charakteristik von Viññāṇa Dhātu

11. Der Autor in Nr. 9 oben hat „grenzenloses Bewusstsein“ aus dem nächsten Wort, anantaṁ, in Versform extrahiert: „viññāṇāṁ anidassanaṁ anantaṁ sabbato pabhaṁ…“ Das Pāli-Wort „ananta“ bedeutet „unendlich“.

  • Jedoch ist Viññāṇa Dhātu selbst grenzenlos und diese Eigenschaft ist NICHT auf das zweite arupāvacara Jhāna beschränkt. Beim Übergang von Ākāsāṇañcāyatana (dem ersten arupāvacara Jhāna) zum Viññāṇañcāyatana trennt sich Viññāṇa Dhātu von Ākāsa Dhātu. An diesem Punkt trennt sich der Geist von jedem Rupa und nimmt NUR ananta (unendliches) Viññāṇa wahr.
  • Man beachte, dass alles in dieser Welt durch die fünf Aggregate (pañcakkhandha), zwölf Āyatana oder sechs Arten von Dhātu repräsentiert wird. Diese sechs Arten von Dhātu sind pathavi, āpo, tejo, vāyo, ākāsa, viññāṇa. Sowohl ākāsa als auch viññāṇa Dhātu sind unendlich.

12. Jede Art von Viññāṇa ist grenzenlos „ausgebreitet“. Ein Geist hat von überall her Zugang zu seinem eigenen Viññāṇa Dhātu. Deshalb werden wir, egal ob wir uns auf der Erde befinden, zum Mond oder sogar zu einem anderen Planetensystem am anderen Ende des Universums gehen, in der Lage sein, Erinnerungen abzurufen und zu denken. Andererseits nehmen die fünf physischen Sinne nur lokale, dichte Rupa wahr.

  • Die Astronauten, die zum Mond flogen, konnten nichts sehen, hören, riechen, schmecken oder berühren, was nicht auf dem Mond war. Aber sie konnten Erinnerungen abrufen, als ob sie auf der Erde wären. Das liegt daran, dass Viññāṇa unendlich ist.
  • Anders ausgedrückt: dichte Rupa (die von den fünf physischen Sinnen erfahren werden) sind lokalisiert, aber die nāma-Kategorie (vedanā, saññā, saṅkhāra, viññāṇa) ist NICHT lokalisiert. Zwischen solchen dichten (sappaṭigha) Rupa und anidassana/appaṭigha Nāma, gibt es anidassana/appaṭigha Rupa (dhammā).
  • Sowohl Nāma als auch Dhammā sind nicht lokalisiert. Beide sind in Viññāṇa Dhātu enthalten. 

Sappaṭigha Rupa und Appaṭigha Rupa (dhammā)

13. In modernen Begriffen kann sappaṭigha Rupa mit fünf physischen Sinnen UND wissenschaftlichen Instrumenten erkannt werden. Auf der anderen Seite können appaṭigha Rupa (dhammā) und appaṭigha Nāma nicht mit wissenschaftlichen Instrumenten erkannt werden, aber mit dem Geist.

  • Man beachte, dass von den fünf Arten von sappaṭigha Rupa nur rupa rupa (visuelle Objekte) gesehen werden können (dassana), während Hörbares (sadda rupa), Geschmack (rasa rupa), Geruch (gandha rupa) und Berührung (phoṭṭhabba rupa) nicht sichtbar sind (anidassana).

Anidassana Viññāṇa bedeutet unsichtbares Viññāṇa

14. Der Satz „viññāṇāṁ anidassanaṁ“ bedeutet einfach: „Viññāṇa ist unsichtbar.“

  • Wenn Viññāṇa rein geistig ist und zur nāma-Kategorie gehört (d.h. nur Bewusstsein oder Wahrnehmung), was ist dann der Sinn der Aussage „Viññāṇa ist unsichtbar“?
  • Nur Vipāka Viññāṇa bezieht sich auf Bewusstsein (streng innerhalb der nāma-Kategorie). Im Gegensatz dazu ist Kamma Viññāṇa mehr als Bewusstsein und enthält Energie. Kamma Viññāṇa führt zu subtilen Rupa (dhammā), der sechsten Art von Rupa im Buddha Dhamma.

15. In dieser Welt gibt es Nāma und Rupa und Nāmarupa (z.B. haben Lebewesen Nāmarupa, repräsentiert durch die fünf Aggregate). Es gibt verschiedene Bedeutungen aller drei Wörter, je nach Kontext.

  • Der fragliche Vers, „viññāṇāṁ anidassanaṁ anantaṁ sabbato pabhaṁ..“ bezieht sich auf die einzigartige Eigenschaft eines Kamma Viññāṇa. Es liegt „in der Mitte zwischen der Kategorie des reinen Nāma (vedanā, saññā, saṅkhāra, vipāka viññāṇa) und dem dichten (sappaṭigha) Rupa (rupa rupa, sadda rupa, gandha rupa, rasa rupa, phoṭṭhabba rupa).
  • Im Buddha Dhamma gibt es eine sechste Art von feinen (appaṭigha) Rupa, die Dhammā genannt werden. Dhammā sind unsichtbar und entstehen aufgrund von Kamma Viññāṇa. Deshalb ist Kamma Viññāṇa auch unsichtbar. Siehe Was sind Dhammā? – Eine Analyse.

Kamma Viññāṇa = Patisandhi Viññāṇa = Gandhabba (Geistkörper)

16. Somit ist Kamma Viññāṇa mehr als nur Bewusstsein. Es SCHAFFT kammische Energien (dhammā bzw. kamma bija), um zukünftige Wiedergeburten anzutreiben. Diese kammische Energie erzeugt z.B. den „Samen“ für einen zukünftigen Menschen im cuti-paṭisandhi-Moment. Dieser „Samen“ ist der Geistkörper bzw. Gandhabba. Gandhabba ist so winzig, dass es für das bloße Auge und selbst für leistungsfähige wissenschaftliche Instrumente unsichtbar ist.

  • Gandhabba ist kein Kamma Viññāṇa, sondern das ERGEBNIS davon, der Kamma Bija. Im cuti-paṭisandhi-Moment (Ergreifen einer neuen Existenz bzw. Bhava) erzeugt diese kammische Energie den Geistkörper für die neue Existenz. In vielen Fällen, wie bei Deva oder Brahma, ist dieser Samen selbst das neue Lebewesen, d.h. ein Deva oder Brahma.
  • Im Falle von Menschen und Tieren muss dieser Samen (gandhabba) in eine Gebärmutter gelangen, um zu einem Menschen oder Tier mit einem dichten physischen Körper heranzuwachsen. Siehe Empfängnis, Abtreibung und Empfängnisverhütung.
  • Gandhabba ist ebenfalls anidassana/unsichtbar. Einige Sutta beziehen sich auf Gandhabba, die in eine Gebärmutter hinabsteigt (z.B. Mahā Tanhāsankhaya Sutta (MN 38)), andere (z.B. Mahā Nidāna Sutta (DN 15)) nennen Paṭisandhi viññāṇa“, was in eine Gebärmutter hinabsteigt. Beide beziehen sich auf einen „Menschen-Samen“, der im Mutterleib wächst und die Nahrung der Mutter aufnimmt.

Zusammenfassung

17. Anidassana Viññāṇa im Vers, „viññāṇaṃ anidassanaṃ anantaṃ sabbato pabhaṃ“ bezieht sich speziell auf Kamma Viññāṇa, was kammische Energie (oder dhammā oder kamma bija) erzeugt.

  • Wir haben zahlreiche Kamma Viññāṇa (kamma bija) geschaffen, die in der Zukunft Geburten in verschiedenen Reichen „antreiben“ können. Wenn es an der Zeit ist, eine neue Existenz zu ergreifen (am Ende des gegenwärtigen bhava), kommt ein Kamma Bija als Ārammaṇa zum Geist.
  • Wird dieses Ārammaṇa ergriffen, erschafft es den Geistkörper/ gandhabba/ paṭisandhi viññāṇa. Somit ist Paṭisandhi Viññāṇa eigentlich kein Viññāṇa, sondern das Ergebnis eines Kamma Viññāṇa. 

Referenzen

1. In der Brahmanimantanika Sutta (MN 49): „Viññāṇaṁ anidassanaṁ anantaṁ sabbato pabhaṁ, taṁ pathaviyā pathavattena ananubhūtaṁ, āpassa āpattena ananubhūtaṁ, tejassa tejattena ananubhūtaṁ, vāyassa vāyattena ananubhūtaṁ, bhūtānaṁ bhūtattena ananubhūtaṁ, devānaṁ devattena ananubhūtaṁ, pajāpatissa pajāpatittena ananubhūtaṁ, brahmānaṁ brahmattena ananubhūtaṁ, ābhassarānaṁ ābhassarattena ananubhūtaṁ, subhakiṇhānaṁ subhakiṇhattena ananubhūtaṁ, vehapphalānaṁ vehapphalattena ananubhūtaṁ, abhibhussa abhibhuttena ananubhūtaṁ, sabbassa sabbattena ananubhūtaṁ.“

2. In der Kevaṭṭa Sutta (DN 11): „Viññāṇaṁ anidassanaṁ,anantaṁ sabbatopabhaṁEttha āpo ca pathavī,tejo vāyo na gādhati. Ettha dīghañca rassañca,aṇuṁ thūlaṁ subhāsubhaṁ; Ettha nāmañca rūpañca,asesaṁ uparujjhati; Viññāṇassa nirodhena,etthetaṁ uparujjhatī’ti.“

3. Bhikkhu Bodhi, The Middle Length Discourses of the Buddha, Wisdom Publication (2009), S. 428. Eine lange Fußnote auf S. 1249 (Fußnote 513) beschreibt, wie er sich mit der Wahl zwischen drei verschiedenen Erklärungen für diesen Vers schwer tat.

4. „Ye dhammā hetuppabhavā,
Tesaṃ hētuṃ tathāgato āha;
Tesañca yo nirōdhō,
Evaṃvādī mahāsamaṇō“ (Siehe Ref. 5 unten)

  • Als Upatissa (der spätere Sariputta) diesen Vers vom ehrenwerten Assaji hörte, wurde er zum Sōtapanna. Dies ist das grundlegende Konzept des Buddha Dhamma und wird im Paṭicca Samuppāda ausführlich erklärt.
  • Die korrekte Übersetzung lautet wie folgt. „Buddha hat erklärt, dass alle Dhammā (von denen einige Kamma Bīja sind), die alles entstehen lassen (einschließlich Wiedergeburt), durch „drei San“ (lobha, dosa, moha) verursacht werden; er hat auch erklärt, wie wir das Entstehen dieser Ursachen verhindern können (und so Wiedergeburt stoppen).“

5. Aus Peṭakopadesa (etwa in der Mitte des Links):

Tattha katamāni cattāri ariyasaccāni“Ye dhammā hetuppabhavā, Tesaṁ hetuṁ tathāgato āha;  Tesañca yo nirodho, Evaṁvādī mahāsamaṇo”ti. Hetuppabhavā dhammā dukkhaṁ, hetusamudayo, yaṁ bhagavato vacanaṁ.“

6. The Life of Sariputta

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