Wo auf dem Weg beginnen?

Jeder, der auf dieser Webseite liest, hatte auch in der Vergangenheit schon mit Buddha Dhamma zu tun.

  • Mit „Vergangenheit“ meine ich die anfanglose Zeit. Jeder von uns lebte und starb unzählige Male in den meisten der 31 Reiche. Siehe Die große vereinheitlichte Theorie. Auch wenn ein Buddha nur in großen Zeitabständen auftaucht, gab es trotzdem unzählige Buddhas. Einige von Ihnen mögen das nicht glauben und das ist in Ordnung. Es kann später Sinn machen.

Jeder von uns hat irgendwann dem Vortrag eines Buddha gelauscht, hat die höchsten Jhanas erreicht und auch im Tierreich und der Hölle (niraya) gelebt. Unser Charakter und unsere Gewohnheiten haben sich oftmals von „gut“ zu „schlecht“ und umgekehrt geändert. Unendlichkeit ist sehr schwer zu erfassen. Siehe Sansarische Zeitskala und Unendlichkeit – Wie groß ist das?. Viele Dinge, die unplausibel klingen, sind wissenschaftlich aber plausibel.

  • Im aktuellen Leben erinnert man sich leicht an Ereignisse, die man erst kürzlich erlebt hat. Menschen, die vergangene Leben erinnern können, erinnern sich nur an ein oder zwei Leben zuvor. Siehe Hinweise auf Wiedergeburt. Unsere „Gewohnheiten“ und „Tendenzen“ ähneln denen in den letzten Wiedergeburten.
  • Daher ist es für manche Menschen leichter, in ein Jhana zu gelangen, weil sie diese Erfahrung schon in vergangenen Leben hatten. Für andere Personen kann es schwieriger sein, da keine „Übung“ aus vergangenen Leben vorhanden ist.

Man sollte sich davon nicht entmutigen lassen, wenn das Verstehen von Buddha Dhamma oder „Meditationserfahrungen“ anfangs schwierig erscheint. Zuerst sollte man bestimmen, wo man sich relativ zu den Dingen befindet und an der richtigen Stelle beginnen. Meistens gibt es auch keine Korrelation zwischen dieser Bewertung und dem angesammelten „Buchwissen“.

Man kann die grundlegenden Richtlinien des Buddha verwenden. Es gibt fünf Stufen:

  • Dana (Geben, Großzügigkeit, Sorge um das Wohlergehen anderer).
  • Sila (moralisches Verhalten).
  • Sagga (wörtlich „Himmel“, bedeutet aber ruhigen und friedlichen Geist).
  • Adinava (Sehen der Fruchtlosigkeit und Gefahren im Wiedergeburtsprozess in den 31 Reichen).
  • Nekkhamma (Verlieren der Anhaftung an „Dinge“ in den 31 Reichen und fleißige Arbeit hin zu Nibbana), was wiederum zu Nissarana führt (stoppen des leiderfüllten Wiedergeburtsprozesses) und somit zu Nibbana.

Das sind keine klar abgegrenzten Gebiete, sondern Richtlinien.

1. Viele Menschen, unabhängig von der Religion, sind großzügig und geben gern. Genau wie Sila darunter induziert das Geben (Dana) Glück in einem selbst. Das Herz wird fröhlich.

2. In Pali heißt es Sila. In Sinhala ist es Seelaya (sisil bedeutet „abkühlen“ und laya bedeutet „Herz“, also „gekühltes oder ruhiges Herz“).

  • Jede Handlung, die das Herz zum Abkühlen bringt, ist auch Sila, d.h. es ist moralisches Verhalten.
  • Wenn wir mit Mitgefühl handeln und z.B. einem Hungrigen Essen geben, kühlt das unser Herz und macht froh. Man weiß instinktiv, dass es eine gute Handlung ist. Tun wir hingegen etwas Unmoralisches, wird das Herz aufgeregt und die Herzfrequenz steigt. Der Körper heizt sich auf. Man fühlt sich nicht gut dabei. Siehe Wie man Nibbana schmeckt.
  • Das echte Mitgefühl schließt alle Lebewesen ein und ist Grundlage der fünf Gebote: Vermeidung aller Taten, welche andere Lebewesen schädigen. Siehe Die fünf Gebote – Was der Buddha damit meinte.
  • Menschen sind im Vergleich zu Tieren auf einem viel höheren „Bewusstseinsniveau“, deshalb müssen wir besondere Achtsamkeit haben, um nicht einmal die Gefühle eines anderen Menschen zu verletzen. Siehe Gewichtung von verschiedenem Kamma. Es ist eine gute Gewohnheit, allen Lebewesen Metta zu schenken (liebende Güte). Siehe Kamma, Schulden und Meditation.

3. Wenn man zur Sagga-Stufe kommt, ist es relativ einfach, den Geist zu beruhigen. Man fängt an Niramisa Sukha zu fühlen (siehe Drei Arten von Glück – Was ist Niramisa Sukha?) bzw. das Glück der Abkühlung, indem man freiwillig Dinge aufgibt, die sonst ziemlich besitzergreifend für einen waren. Es ist sehr subtil. Man kann nicht einfach alles geben, was man besitzt. Das würde nur zu Patigha oder innerer Reibung führen. Darüber hinaus trägt man Verantwortung und hat Schulden zu tilgen.

  • Menschen werden aufgrund verschiedener „Trigger“ „aufgeregt“. Das liegt daran, dass wir sehr unterschiedliche sansarische Gewohnheiten haben: Dinge, die wir wirklich mögen und Dinge, die wir wirklich nicht mögen. Es gibt mehrere Texte zu Gewohnheiten und Asava. Man sollte eine Selbsteinschätzung vornehmen: die „schlechten Auslöser“ herausfinden und sich darum bemühen diese zu entfernen.
  • Hat man bspw. einen „explosiven Charakter“, sollte man sich in Zurückhaltung üben und auch Metta Bhavana praktizieren. Wichtig ist zu erkennen, dass die Wut in einem selbst ist, und nicht in äußeren Dingen oder Person. Dasselbe gilt für Gier. Sie ist Teil unseres Denkens und nicht außerhalb. Diese Charakter/Gathi stammen alle aus sansarischen Vorlieben und Abneigungen.

4. Während es für viele Menschen schwer ist, überhaupt an das „größere Bild“ der 31 Reiche und das mögliche Leiden in zukünftigen Wiedergeburten zu denken, mögen andere darüber schon in früheren Wiedergeburten nachgedacht haben. So kann man motiviert werden und mehr erforschen.

5. Die letzte Stufe ist für diejenigen bestimmt, die „das große Weltbild“ und die Gefahren dieser Welt gesehen haben oder zumindest eine Ahnung davon haben. Wenn man beginnt, Niramisa Sukha zu fühlen und auch das Leiden in den unteren Reichen zu sehen, wird das Erreichen von Nibbana zu einem dringenden Bedürfnis. Angst vor dem Beenden von Wiedergeburt schwindet. Auch dies kann nicht erzwungen werden. Man wird es fühlen, wenn der Geist bereit ist.

  • Diese Webseite enthält Texte, die in einer der oben genannten Kategorien helfen  können. Man muss sich umschauen und die passenden Themen finden.
  • Meine Absicht ist es, Material auf allen Ebenen hinzuzufügen, hauptsächlich bis zur Sotapanna-Stufe von Nibbana. Ich hoffe, das wird einem breiten Spektrum von Menschen helfen und veranschaulichen, dass Buddha Dhamma die ultimativen Naturgesetze nicht nur bzgl. unserer Menschen-Welt, sondern der gesamten Existenz beschreibt. Buddha Dhamma ist nicht nur eine philosophische Theorie. Man kann tatsächlich eine Verbesserung der Lebensqualität erfahren, wenn man dem Pfad folgt.

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