31 Reiche verbunden mit der Erde

1. Es gibt viele Dinge in „dieser Welt“, die wir nicht mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen können. Wissenschaftler geben zu, dass sie 96% der Masse unseres Universums nicht ausmachen können.

  • Es gibt auch viele Energieformen, die anscheinend keine signifikante Masse haben, aber dort draußen in der Welt existieren.
  • Ein gutes Beispiel ist die Tatsache, dass wir uns nicht über die riesigen Mengen an „Information“ bewusst sind, die uns umgeben. Es gibt tausende Radio- und Fernsehsignale in einer Großstadt. Doch ohne Radio oder Fernseher, die auf die richtige Frequenz eingestellt sind, können wir keines dieser Programme sehen oder hören, d.h. wir sind uns ihrer Existenz nicht bewusst.
  • In gleicher Weise sind wir uns der Existenz der 31 Reiche, die sich um die Erde konzentrieren, nicht bewusst. Lebewesen in einigen dieser Reiche leben Seite an Seite mit uns, aber wir sind uns dessen nicht bewusst. Diese Wesen sind mehr wie Energie als feste Materie, die wir gewohnt sind.
  • Mit besserer Detektionstechnik könnten wir in der Lage sein, mit einigen dieser Lebewesen in der Zukunft zu kommunizieren. Natürlich können diejenigen, die magische Kräfte entwickeln, auch einige von ihnen sehen. Wir werden zu diesem Thema zurückkommen. Lassen Sie uns zuerst die relativen Orte der 31 Reiche besprechen.

2. Buddha Dhamma sagt, dass es 31 Reiche verbunden mit jedem bewohnbaren Planetensystem (Chakrawata) gibt, und es existieren unendlich viele davon im Universum (diese letztere Tatsache wurde von der Wissenschaft bestätigt).

  • Die moderne Wissenschaft bestätigt allmählich diese größere Weltanschauung, die der Buddha vor 2500 Jahren erklärt hat. Erst vor wenigen hundert Jahren akzeptierte die westliche Welt ein Universum, das sich um die Erde herum zentrierte, mit Sternen, die in eine himmlische Sphäre eingebettet waren.

3. Im Kapitel Die große vereinheitliche Theorie haben wir ein Modell mit 31 konzentrischen Schalen beschrieben. Die Wirklichkeit ist ziemlich nah an dieser Analogie, mit einigen zusätzlichen Besonderheiten. In den Tabellen wird es eine Zusammenfassung der 31 Reiche geben.

  • Die Kugel mit 31 konzentrischen Schalen überlappt die Erde. Das niedrigste Reich, Niraya (oder Hölle) liegt tief in der Erde.
  • Die nächsten vier Reiche (Preta, Asura, Tier und Mensch) liegen näher an der Erdoberfläche. Es gibt einige Preta Apayas tief in der Erde, aber einige Pretas leben auf der Oberfläche. Asuras leben auch auf der Oberfläche, aber meistens in abgelegenen Orten wie dem Ozean und auf abgelegenen Bergen. Sowohl Pretas als auch Asuras können von Menschen nicht gesehen werden.
  • Es gibt viele Suttas im Tipitaka mit Beschreibungen dieser drei Reiche (Niraya, Preta, Asura). Wir werden sie in Zukunft besprechen. Die Peta Vatthu im Khuddaka Nikaya des Tipitaka beschreibt Pretas sowie Gandhabbas.

4. Es muss beachtet werden, dass Gandhabbas wirklich zum menschlichen und tierischen Reich gehören. Sie gehören entweder einer menschlichen oder einer tierischen Existenz an (Bhava). Diese Gandhabbas warten auf eine geeignete Gebärmutter, um mit menschlichem (oder tierischem) Körper geboren zu werden.

  • Gandhabbas sind in Paralowa (Unterwelt), obwohl sie neben uns mit sehr feinen Körpern leben, die wir nicht sehen können.
  • Unsere Welt ist viel komplexer als wir denken.

5. Dann kommen die 6 Reiche für die Devas. Die untersten Deva-Reiche befinden sich wieder auf der Oberfläche der Erde. Diese Devas heißen Bhummatta Devas und sie gehören zum Chathurmaharajika Deva Reich. Sie leben meistens in ihren Residenzen (Deva Vimäna) auf der Grundlage von Bäumen. Natürlich können wir sie oder ihre „Residenzen“ nicht sehen.

  • Die höheren Deva Reiche erstrecken sich von der Erdoberfläche.
  • Die 16 Rupa-Reiche liegen noch darüber.
  • Die 4 Arupa Loka Reiche sind noch weiter von der Erde entfernt.
  • Alle diese Reiche liegen konzentrisch mit dem Erdzentrum. Wenn die Erde sich um ihre Achse und um die Sonne dreht, bewegen sich alle 31 Reiche mit der Erde, genau wie das Menschen-Reich.
  • Buddha hat diese verschiedenen Reiche in mehreren Suttas genannt, zum Beispiel in Dhammacappavattana Sutta (SN 56.11) und Maha Samaya Sutta (DN 20).

6. Im Allgemeinen können Wesen in höheren Reichen die in den unteren Reichen „sehen“ oder „wahrnehmen“, aber nicht umgekehrt. Zum Beispiel können Devas uns sehen, aber nicht die Rupi oder Arupi Brahmas. Rupi Brahmas können Devas sehen, aber nicht die Arupi Brahmas.

  • Aus dem vorherigen Text Unsere zwei Welten: Materie und Geist wissen wir, dass es nur Spuren von „echter Materie“ (Suddhashtaka) in den Arupa Reichen gibt. Deshalb können die Wesen in den anderen 27 Reichen die Arupi-Brahmas nicht „sehen“ oder „wahrnehmen“.
  • Wenn man die magischen Kräfte entwickelt, soll man in der Lage sein, nacheinander höhere Reiche zu sehen. Natürlich muss man dazu ins 4. Jhana gelangen, um solche magischen Kräfte zu entwickeln. Wenn man schließlich das 8. Jhana entwickelt (und in der Lage ist, in Ashta Samapatti zu kommen), kann man in der Lage sein, viele der 31 Reiche zu sehen.

7. Lassen Sie uns nun „Dinge“ in dieser Welt aus einer anderen Perspektive betrachten. Eine Prämisse von Buddha Dhamma ist, dass „Energie“ in Spin (Bramana) und Rotation (Paribramana) eingebettet ist.

  • Die kleinste Einheit der Materie, ein Suddhashtaka, steht nicht still. Je nach seiner Eigenrotation oder Spin (Bramana) und seiner Rotation um etwas anderes (Paribramana) entstehen andere „Energiemodi“ bzw. „Rupa-Typen“.
  • Das ist leicht zu visualisieren, indem man die Bewegungen der Erde betrachtet. Wir alle wissen, dass sich die Erde um die Sonne dreht (Paribramana), und eine volle Drehung dauert ein Jahr.
  • Dabei dreht sich die Erde um ihre eigene Nord-Süd-Achse. Das ist der Spin (Bramana) mit einer Dauer von einem Tag.
  • Hier ist ein Video mit dieser universelle Charakteristik:

You Tube – Rotation (engl.)

  • Übrigens kommt das Wort Chakräwäta von „Chakra“ für Rotation und „Äwäta“ für einen Raum im Raum. Es gibt unendlich viele solcher Chakräwäta in unserem Universum. Dies wurde in den letzten hundert Jahren von der Wissenschaft bestätigt.
  • Jedes dieser Chakräwäta könnte eigene 31 Reiche haben.

8. Wissenschaftler haben auch bestätigt, dass alle Elementarteilchen (die kleinsten Teilchen, die Wissenschaftler erkennen können) Spin haben. Darüber hinaus können in einem Atom die Elektronen als „um den Kern drehend“ betrachtet werden, in einer groben Analogie zur Erde, die sich um die Sonne dreht.

  • Natürlich dreht sich auch unser Sonnensystem. Die nächsthöheren Konglomerate (z. B. Galaxien) unterliegen ebenfalls einer Rotation. Wegen dieser Umdrehungen neigen alle diese Strukturen dazu, sich zu glätten. Zum Beispiel sind in unserem Sonnensystem alle Planeten in einer Ebene. In gleicher Weise drehen sich Galaxien in einem Galaxienhaufen in einer abgeflachten Scheibe.
  • Obwohl wir einen ruhigen Sternenhimmel sehen, sind die Dinge da draußen in ständiger Bewegung, ganz zu schweigen von sehr heftigen Explosionen von Sternen (Supernova), die eine Milliarde Mal pro Jahr im sichtbaren Universum vorkommen.
  • Deshalb sind die Realitäten da draußen ganz anders als das, was wir mit unseren sehr groben Sinnen wahrnehmen. Alle Atome und Moleküle in unserem Körper sind in ständiger Bewegung, ganz zu schweigen von den Spins und Rotationen von unzählbaren Suddhashtaka, die sie bilden.
  • So ist alles um uns herum in ständigem Fluss. Unsere Sinne sind einfach nicht fähig, dies zu erkennen.

9. Die moderne Wissenschaft hat es uns ermöglicht, mehr und mehr Lebewesen um uns herum zu sehen. Zum Beispiel war die westliche Welt nicht der Existenz von mikroskopischen Lebewesen bis zum Aufkommen des Mikroskops von Leeuwenhoek im späten 17. Jahrhundert bewusst.

  • Jetzt wissen wir, dass es Milliarden von Lebewesen auf oder im Körper eines Menschen gibt: „Es gibt so viele Kreaturen auf deinem Körper, wie es Menschen auf der Erde gibt!“
  • Hoffentlich werden neue Technologien es uns in Zukunft ermöglichen, viele Lebewesen zu sehen, die zu den Preta, Asura und Deva Reichen gehören – sowie Gandhabbas.
  • Auch wenn es einige angebliche Nachweise von schrecklichen Geräuschen aus dem Niraya tief in der Erde gibt, sind sie nicht bestätigt worden, siehe Gibt es die Hölle (Niraya)?.

10. Es muss betont werden, dass wenn man sich in höheren Reichen bewegt, die Anhaftung an materielle Aspekte abnehmen und dementsprechend die Anzahl der Sinne reduziert wird.

  • Im Kama Loka hat man alle sechs Sinne. Sogar dort haben die höheren Deva Reiche „weniger starke Sinneskontakte“ mit weniger dichten Körpern, die wir nicht sehen können.
  • Die Körper von Rupi Brahmas sind viel feiner im Vergleich zu Kama Loka Devas, und natürlich haben sie keine Sinne für Berührung, Geschmack und Geruch.
  • Die Dichte der Materie wird in höheren Rupa-Loka-Reichen so fein, dass auch in der endgültigen Zerstörung eines Chakrawata (in einer Supernova-Explosion) die Reiche über dem Abhassara-Reich (Reich Nr. 17) nicht zerstört werden. Natürlich sind auch die vier Arupa-Reiche nicht zerstört. Darum sind die Lebenszeiten dieser Reiche viel länger als ein einziges Maha Kalpa.

11. Lassen Sie uns über die Gründe sprechen, warum wir die anderen 29 Reiche nicht sehen können und wie es möglich wäre, sie zu sehen. Auch werden wir die relativen Orte dieser anderen Bereiche besprechen, wie sie der Buddha beschreibt.

  • Der Hauptgrund dafür dass wir uns der anderen Reiche nicht bewusst sind, liegt darin, dass die meisten Lebewesen (und ihre Reiche) nicht aus „dichter“ Materie wie unsere Welt bestehen (Mensch und Tier).
  • Arupa Loka sind meist frei von der kleinsten Einheit der Materie (Suddhashtaka). Reiche in Rupa Loka und sogar in den Deva Reichen von Käma Loka sind aus sehr feiner Materie gemacht, die wir nicht sehen können.
  • Die Wesen in der Niraya (Hölle) haben sehr dichte Körper, die verschiedenen Formen der Folter ausgesetzt werden können. Natürlich liegt dieses Reich tief in der Erde.

12. Auch wenn wir die „Ghana Sanna“ oder die Wahrnehmung von festen materiellen Körpern von Menschen und Tieren gewohnt sind, sind diese physischen Körper tatsächlich inaktiv oder leblos.

  • Sie beginnen alle mit einer einzigen Zelle (Zygote) im Mutterleib, die wir nicht einmal sehen können. Wie wir im Abschnitt Gandhabba (Manomaya Kaya) besprochen haben, verschmilzt ein Gandhabba mit jener Zygote, die aus der Vereinigung einer Mutter und eines Vaters gebildet wurde.
  • Vor dem Betreten der Gebärmutter hatte diese Gandhabba einen feinen Körper ähnlich dem eines Rupi-Brahmas. Dann wächst diese Zelle, indem sie zuerst Nahrung von der Mutter aufnimmt und nach der Geburt durch Essen/Trinken. Was wir als unseren „Körper“ bezeichnen, ist nur die Anhäufung von toter Materie.
  • Wie wir in Bhava und Jathi – Existenz und Geburt diskutiert haben, muss eine menschliche Existenz nicht beim physischen Tod des festen Körpers enden, der vielleicht 100 Jahre lebt. Ein menschliches Bhava kann tausende von Jahren andauern, und dieser Lebensstrom setzt seine Existenz in vielen „physischen Körpern“ mit der Gandhabba als Grundlage fort.

13. Zum Beispiel sind in Fällen von Wiedergeburt die physischen Körper in den aufeinander folgenden Geburten unterschiedlich, obwohl es irgendwelche Ähnlichkeiten geben kann; siehe Hinweise auf Wiedergeburt. Zwischen aufeinander folgenden Leben setzt sich der Lebensstrom gerade in der Form seines Kerns, der Gandhabba, fort.

  • Der feste Körper von ein paar hundert Pfund, den wir als „ich“ betrachten, ist nur eine Schale. Wenn die Gandhabba den Körper verlässt – entweder im Tode oder manchmal während einer Herzoperation, hat der Körper keine Attribute des Lebens.
  • Dies ist ein guter Weg, um über „Ghana Sanna“ zu kontemplieren oder wirklich zu erkennen, dass unsere physischen Körper meist tote Materie sind, eine Schale, in der die Gandhabba wohnt. Wenn eine Person von 300 Pfund 100 Pfund Gewicht verliert, verliert diese Person wirklich ein Drittel seiner Identität? Es ist die gleiche Person, weil die Gandhabba gleich ist.
  • Alle Wesen in den 31 Reichen haben schließlich „geistige Körper“ vergleichbar einer Gandhabba. Man kann sie auch mit dem feinsten Mikroskop nicht sehen.

14. Schließlich gibt uns dieses Gesamtbild eine Perspektive darauf, wie töricht wir sind uns auf den materiellen Reichtum, die Titel usw. für höchstens 100 Jahre in diesem Leben zu konzentrieren. Indem wir ein moralisches Leben leben und indem wir verdienstvolle Taten tun, können wir eine viel größere „Investition“ in die Zukunft machen. Indem wir Verdienste erzielen, die zu Wiedergeburten in Deva oder Brahma Reichen führen, können wir uns viel Leiden ersparen oder ohne körperliche Krankheiten leben.

  • Aber auch in diesen höheren Reichen gibt es die Unvermeidlichkeit des Todes, egal wie lange die Lebenszeit ist. Vor allem gibt es keine Flucht vor der Möglichkeit der künftigen Geburten in den untersten vier Reichen mit so viel Leiden. Deshalb ist Nibbana die einzige dauerhafte Lösung.

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