manōpubbangamā dhammā..

Manopubbaṅgamā dhammā,
manoseṭṭhā manomayā;
Manasā ce paduṭṭhena,
bhāsati karoti vā;
Tato naṃ dukkhamanveti,
cakkaṃva vahato padaṃ.

Manopubbaṅgamā dhammā,
manoseṭṭhā manomayā;
Manasā ce pasannena,
bhāsati karoti vā;
Tato naṃ sukhamanveti,
chāyāva anapāyinī .

(Dhammapada 1 und 2)

1. Diese beiden Verse umfassen die Idee von Buddha Dhamma: Der Geist geht allem voraus. Diese Welt wurde vom Geist erschaffen und hat den Geist als Grundlage für alles.

  • Manō ist natürlich der Geist. Dhammā (Plural-Wort, nicht Buddha Dhamma) sind Energien, die der Geist via Javana erzeugt. Dhammā bedeutet „tragen“ bzw. „das was man trägt“. Daraus entsteht alles in dieser Welt.
  • Dhammā sind Grundlage aller Phänomene dieser Welt – ob lebend oder leblos. Diese Analyse kann tiefe Ebenen des Verstehens erreichen. Siehe auch Was sind Dhammā?.
  • Pubbangama (pubba + anga) bedeutet, „was zuerst kommt“. Die erste Zeile (in beiden Versen) besagt, dass der Geist alle Dhammā erschafft, die alles in dieser Welt hervorbringen. Die zweite Zeile besagt, dass alles gemacht (settā) und eine Manifestation des Geistes ist (manōmayā).
  • Der Geist erschafft diese Dhammā mit Gedanken (saṅkhāra).

2. Je nachdem, ob man mit einem verunreinigten (padutta) oder einem angenehmen (pasanna) Geist spricht (bhāsati) und handelt (karōti), führen diese vom Geist gemachten Dhammā (tatō nam) zu Leiden (dukkhamanvēti) oder Glück (sukhamanvēti).

  • Im Falle eines verunreinigten Geistes (mit lōbha, dōsa, mōha) folgt das Leiden genau so, wie das Rad eines Wagens den Schritten eines Ochsen folgt, der daran zieht (cakkamva vahatō padam).
  • Im Falle eines angenehmen, moralischen Geistes (mit alōbha, adōsa, amōha) folgt einem das Glück, so wie der eigene Schatten folgt (chāyāva anapāyani).

3. Diese beiden Verse können wie in Nr. 2 oben weltlich interpretiert werden. Jede Aufgabe, die mit einem reinen Geist erledigt wird, führt zu einem angenehmen und freudigen Geisteszustand.

  • Es gibt eine tiefere Interpretation. Denken, Reden und Handlungen, die mit einem unreinen Geist ausgeführt werden, können Geburten in den Apāyā bewirken und damit viel Leiden hervorbringen. Denken, Reden und Handlungen, die mit einem angenehmen Geist getan werden, bringen Geburten in „guten Reichen“ hervor und führen schließlich zu Nibbāna, dem Ende allen Leidens.

4. Nun können wir die beiden Verse grob übersetzen:

  • Der Geist geht allen Phänomenen voraus. Sie alle sind vom Geist gemacht. Wenn man mit bösem Geist spricht oder handelt (dasa akusala), folgt das Leiden (dukha) genau so, wie die Räder eines Karrens den Schritten des Ochsen folgen, der den Karren zieht.
  • Der Geist geht allen Phänomenen voraus. Sie alle sind vom Geist gemacht. Wenn man mit reinem Geist spricht oder handelt (puñña kamma), folgt einem das Glück (sukha) so wie der eigene Schatten. Das ist die Quelle von nirāmisa sukha, was schließlich zu Nibbāna führt.

Bei Youtube findet sich dieses Video mit dem Pāli-Text. Die beiden Verse beginnen jeweils bei 0:30 bzw. 2:18 Minute:

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