Fehlinterpretationen von Buddha Dhamma

1. Es wird gesagt, dass der Buddha abriet, das Tipitaka-Material Wort für Wort in eine andere Sprache zu übersetzen. Stattdessen wurden Kommentare geschrieben um das Pali-Material des Tipitaka zu erklären. Der Tipitaka hat eine kondensierte Form für das Hören, Merken, Rezitieren, Auswendiglernen und Wiederholen – die fünf wichtigsten Elemente der mündlichen Übertragung.

  • Dies ist ein sehr wichtiger Punkt. Zum Beispiel lehrte der Buddha mündlich die wichtigsten Suttas über viele Stunden. Die Dhamma Cakka Pavattana Sutta wurde über mehrere Tage den fünf Asketen gelehrt. Für die einfache Übertragung wurden diese Diskurse in Magadhi verdichtet (und diese besondere Form der Aneinanderreihung wurde Pali genannt). Siehe Sutta – Einführung.
  • Jede Zeile in einer Sutta, manchmal sogar ein Wort, braucht eine weitere Erklärung; siehe Satipattana Sutta – Aufbau. Solche „erläuternde Texte“ oder „Kommentare“ wurden ursprünglich in Singhalesisch geschrieben und „Singhala Atthakata“ genannt.
  • Kommentare in Singhalesisch sammelten sich über Jahrhunderte an und im 4. oder 5. Jahrhundert u.Z. wurden diese Kommentare von Buddhaghosa in Pali übersetzt (und mit eigenen Ideen überarbeitet). Anschließend gingen die meisten der ursprünglichen Singhala-Kommentare verloren. Heute haben wir nur die bearbeiteten Zusammenfassungen von Buddhaghosa, wo er seine eigenen Ideen einbrachte.
  • Glücklicherweise sind drei der ursprünglichen Kommentare (Singhala Atthakata) im Tipitaka enthalten; siehe Bewahrung des Dhamma.

2. Unter den Kommentaren zum Tipitaka Abhidhamma sind die dominanten von Buddhaghosa: (i) Atthasalini, „Der Erklärer“, der Kommentar zum Dhammasangani, (ii) Sammohavinodani, „Vertreiber der Ignoranz“, der Kommentar zum Vibhanga, und (iii) Pancappakarana Atthakatha, der kombinierte Kommentar zu den anderen fünf Abhandlungen.

  • Es muss daran erinnert werden, dass Buddhaghosa diese Kommentare mit seinen eigenen Ideen als ehemaliger hinduistischer Brahmane schrieb. Der ursprüngliche Tipitaka blieb unverändert, einschließlich der drei ursprünglichen Kommentare (Singhala Atthakata).

3. Während er in Sri Lanka weilte, schrieb Buddhaghosa zusätzlich zu diesen Kommentaren zum Tipitaka auch den Visuddhimagga (Pfad der Reinigung) um 430 u.Z.. Dieser gilt als wichtige Abhandlung zur Theravada Lehre. Der Visuddhimagga wird zu Unrecht als ein umfassendes Handbuch der theoretischen und praktischen Lehre des Buddhas betrachtet. Einige halten es für das wichtigste Werk zum Theravada Buddhismus außerhalb des Tipitaka Kanon.

  • Ich weise hier auf viele Probleme mit Buddhaghosas Schriften hin – einschließlich Visuddhimagga.
  • Die häufigsten Probleme beinhalten die Fehlinterpretation von Anapanasati Bhavana als „Atem-Meditation“; siehe 7. Was ist Anapana? und Maha Satipatthana Sutta.
  • Er hat auch die Kasina-Meditationen eingebaut, die Anariya Meditationen sind. In Ariya (oder wahren buddhistischen) Meditationen, ist das Objekt der Meditation Nibbana, kein weltlicher Gegenstand wie ein Kasina-Objekt.

4. Dies ist ein kritischer Punkt, da die meisten aktuellen Theravada-Institutionen vor allem die Werke von Buddhaghosa lehren. Seine Schriften gelten als zuverlässige Zusammenfassungen der Lehren im Tipitaka. Daher ist es gut, die Werke von Buddhaghosa ausgiebig überprüft zu haben.

  • Ich werde die wichtigsten falschen Deutungen auf dieser Website benennen, basierend auf dem Wissen von meinem Lehrer Thero in Sri Lanka. Das Dhamma, was ich hier präsentiere, ist meiner Meinung nach die richtige Interpretation des Tipitaka. Ich hoffe, dass Sie nach sorgfältiger Prüfung auch zu dieser Schlussfolgerung  kommen.
  • Mehr Details finden Sie in Falsche Theravada Interpretationen – Historische Zeitleiste  und andere Stellen im Abschnitt Historischer Hintergrund.

5. Nach König Asokas Herrschaft wurden keine weiteren Schritte unternommen, um den unvermeidlichen brahmanischen Einfluss auf den Buddhismus in Indien aufzuhalten und der Buddhismus in Indien erlitt einen allmählichen Rückgang (trotz oder gerade wegen der wieder auflebenden philosophischen Aktivitäten angeführt von Nagarjuna, Asanga, Vasubhanudhu und anderen um die erste Jahrtausendwende). So verschwand praktisch der Buddhismus aus Indien während des ersten Jahrtausends.

6. Die Mahayana Version des Buddhismus begann mit den Arbeiten von Nagarjuna, der aller Wahrscheinlichkeit nach beste Absichten für die Förderung des Buddhismus hatte (obwohl er naiv genug war anzunehmen, dass Buddha Dhamma für das „neue Zeitalter“ verfeinert werden kann).

  • Diese Verfeinerungen wurden größere Revisionen bis zur Zeit, als die Bücher von D.T.Suzuki in den frühen 1900er Jahren erschienen. Die ursprüngliche Lehre wurde stark verzerrt. Dies ist der Grund, warum ich fast zwanghaft darum bemüht bin sicherzustellen, dass meine Texte mit den ursprünglichen Lehren des Buddhas kompatibel sind.

7. All diese Verzerrungen in beiden Mahayana und Theravada Versionen haben ihren Ursprung bei verschiedenen Philosophen (wie Nagarjuna und Buddhaghosa). Sie versuchten Buddha Dhamma mit weltlichen Konzepten zu interpretieren; siehe Buddha Dhamma: Nicht-Wahrnehmbarkeit und Selbstkonsistenz.

  • Wie jedoch in diesem Beitrag erwähnt, ist es einfach die Inkonsistenzen mit solchen weltlichen Interpretationen von Nagarjuana, Buddhaghosa und anderen aufzuzeigen, vor allem mit dem Nachweis durch die wissenschaftlichen Fortschritte in den letzten paar hundert Jahren.
  • Und diese aktuellen (und zukünftigen) wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen nur das reine Dhamma, dass mit dem Tipitaka intakt bleibt.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s