Ursprung der Materie – Suddhāshtaka

Dieser Text erfordert das Verständnis grundlegender Konzepte wie San, Gathi, Asava, Paticca Samuppada usw. Ansonsten kann man hier stecken bleiben, da die Sache scheinbar keinen Sinn ergibt.

  • Wenn in Zukunft mehr Beiträge zu diesem Thema veröffentlicht werden, wird das Bild immer klarer. Bitte haben Sie Geduld. Der Wert von Buddha Dhamma wird ersichtlich und das ist der beste Weg Saddha zu kultivieren (Glauben basierend auf Verstehen).

1. Alles muss entweder Sankata oder Asankata sein.

  • Ein Sankata hat einen Anfang, wandelt sich in unvorhersehbarer Weise während seiner Existenz (viparinama) und endet schließlich. Siehe Hauptursache von Anicca – Fünf Stufen eines Sankata.
  • Ein Asankata  hat keinen Anfang, ändert sich nicht während seiner Existenz und hat keinen Endpunkt. Ein Asankata hält ewig. Nibbana ist das einzige Asankata Dhamma und es gehört nicht zu „dieser Welt der 31 Reiche“.
  • Es gibt nichts dazwischen. Bitte denken Sie sorgfältig darüber nach.
  • Alles in dieser Welt ist ein Sankata, d.h. es hat einen Anfang und ein Ende. Und das hat die Wissenschaft in den letzten grob 100 Jahren bestätigt. Einstein dachte noch, das Universum verharre in einem stationären Zustand. Das hätte Buddha Dhamma widersprochen. Aber jetzt ist klar, dass nichts in diesem Universum ewig andauert. Alles verändert sich ständig.
  • Es wird angenommen, dass die gesamte Materie im Universum vor ca. 14000000000 Jahre entstanden ist, beim sogenannten Big Bang. Auch wenn dies noch nicht in vollem Umfang bestätigt wurde, so gibt es trotzdem keinen Zweifel, dass jede Art von Materie eine endliche Lebensdauer hat. So erweist sich Buddha Dhamma in diesem grundlegenden Aspekt als richtig.

2. Wenn wir annehmen, dass die ganze Materie in dieser Welt auf irgendeine Weise erzeugt wurde, was war die Ursache?

  • Wissenschaftler haben aktuell keine klare Erklärung zu diesem Thema (Stand November 2015). Sie können die Entwicklung des Universums ab einem Sekundenbruchteil nach dem Urknall berechnen, aber die Physik weiß nicht, was vor dem Urknall geschah.
  • Die „Big Bang Theorie“ bestätigte sich bisher auch nicht in vollem Umfang, obwohl die meisten Wissenschaftler daran glauben. Dennoch gibt es einige Wissenschaftler, die meinen, dieses Universum sei aus dem Nichts „aufgetaucht“. Sie glauben, dass Universen zyklisch sind, d.h. sie verändern sich und entwickeln sich immer weiter. Siehe z.B. „Endless Universe – Beyond the Big Bang“ von PJ Steinhardt und N. Turok (2007).

3. Buddha Dhamma sagt, dass alle gegenwärtigen Lebewesen schon immer existierten.

  • Gemeint ist, dass „alle bestehenden Lebensströme“ schon immer existierten. In jedem Leben erhält ein bestimmter „Lebensstrom“ einen physischen Körper (grob oder fein je nach Reich der Existenz) und der ist natürlich ein Sankata. Stirbt der physische Körper, erhält der Lebensstrom einen neuen Körper. Siehe Was reinkarniert? – Konzept eines Lebensstroms.
  • Was sich von Leben zu Leben „fortpflanzt“ (und sich ständig und unaufhörlich verändert), sind die Asava, Anusaya und Gathi (mentale Eigenschaften), was einen dynamischen Lebensstrom ergibt. Natürlich werden auch die angesammelten Kamma-Samen immer weiter mitgetragen, viele werden ausgelöscht und neue werden hinzugefügt.
  • So wird das Universum nie völlig zerstört und beginnt nicht mit einem „Big Bang“. Bedenken Sie, dass erst vor 100 Jahren die Wissenschaftler annahmen, dass das Universum in einem stationären Zustand verharrt. Wissenschaftliche Theorien ändern sich, um „die vorhandenen Daten anzupassen“. Aber Buddha Dhamma hat sich seit 2500 Jahren nicht verändert. Siehe Historischer Hintergrund.

4. Auch wenn der Buddha die Menschen nicht ermutigte, die Eigenschaften des Universums im Detail zu untersuchen (was eine unmögliche Aufgabe wäre und kostbare Zeit für das Streben nach Nibbàna wegnimmt), so sagte er doch, dass es unzählige „Planetensysteme“ im Universum gibt.

  • Auf jeden Fall wird das irgendwann gültige Modell der Wissenschaft mit Buddha Dhamma im Einklang sein, d.h. das Modell enthält Wesen in Existenz irgendwo in den 31 Reichen. Tatsächlich wurde das im Detail in nur wenigen Suttas genannt, vor allem in der Agganna Sutta.
  • In dieser Sutta erklärt der Buddha, wie Konglomerate von Planetensystemen zerstört und neu geformt werden und das auf einer Zeitskala von Mahā Kappas. Er gab auch ein Gleichnis über die Dauer eines Mahā Kappa mit Milliarden von Jahren. Siehe Die Große Vereinheitlichte Theorie. Die Zerstörung eines „Sternensystems“ scheint das zu sein, was Wissenschaftler als Supernova bezeichnen. Supernovae sind übliche Erscheinungen. Etwa drei sind jedes Jahrhundert in unserer Galaxie (der Milchstraße) zu erwarten.

5. Jetzt enthält die Webseite langsam genug Informationen, um zu klären, wie alle Sankata in dieser Welt aus Ursachen entstehen und vergehen, und zwar auf grundlegendster Ebene.

  • Hier besprechen wir nun den Ursprung der kleinsten Einheit der Materie, genannt Suddhāshtaka. Diese Einheit der Materie ist Milliarden mal kleiner als ein Atom in der modernen Wissenschaft. Vor einiger Zeit noch nahm die Wissenschaft an, dass ein Atom die kleinste Einheit der Materie sei. Dann zeigte sich, dass auch Atome aus noch kleineren Einheiten bestehen, nämlich aus Elementarteilchen. Sogar viele dieser „Elementarteilchen“ sind auch strukturiert, d.h. noch weiter zerlegbar. Derzeit ist kein Ende in Sicht. Die Wissenschaft tut sich nur zunehmend schwerer, zwischen „Materie“ und „Energie“ zu unterscheiden. Zum Beispiel ist ein Higgs-Boson nur ein Energie-Paket.
  • Materie und Energie stehen natürlich durch die berühmte Gleichung von Einstein in Beziehung, E (Energie) = m (Masse) x c2, wobei c die Lichtgeschwindigkeit ist. Somit unterscheidet sich jede kleine Materieeinheit kaum von einem Energie-Paket. Das Licht kommt auch in „Paketen“ daher, genannt Photonen. Photonen sind also Materie in diesem Sinne. Alles in dieser Welt kann auf einer Grundstufe als „Materie“ oder „Energie“ definiert werden. Nur die Unterscheidung zwischen „Materie“ und „Energie“ ist auf dieser fundamentalen Ebene verschwommen.

6. Ein Suddhāshtaka ist ein Energiepaket und die Grundeinheit, aus der sämtliche Materie besteht. Es ist viel kleiner als die Energie eines Photons. Eine gigantische Zahl von Suddhāshtaka würde die Energie eines Photons ergeben.

  • Ein Suddhāshtaka ist ein Sankata und wird durch den Geist geschaffen. Dies wird für viele überraschend sein und aus diesem Grunde sagte der Buddha: „manō pubbangamā dhammā…“, d.h. „der Geist geht allem voraus…“.
  • Fast alle Materie um uns herum wurde durch diesen „Geist-Prozess“ vor sehr langer Zeit erschaffen. Das ist Inhalt der Agganna Sutta. Auch heute erzeugen wir Suddhāshtaka via Javana Citta, aber in sehr geringen Mengen.
  • Jeder mit höheren Abhiññā-Kräften sollte in der Lage sein, erhebliche Mengen an Materie zu erschaffen, z.B. eine Blume oder größere Einheiten. Materie auf Ebene der Suddhāshtaka wird mit Javana Citta geschaffen und mit Abhiññā-Kräften kann man Citta Vithi mit Javana Citta kontinuierlich fließend generieren, was wiederum „erhebliche Mengen an Materie“ erzeugen kann.
  • Normalerweise erschaffen wir jedoch nur verschiedene Arten von Sankata erneut mit dem vorhandenen „Rohstoff“ (Suddhāshtaka), der vor Milliarden von Jahren entstand. Diese ursprünglichen Suddhāshtaka haben Lebensdauern von nahezu 20 Antakkappa (oder Antarakalpa), wobei 80 solcher Antakkappa ein Mahā Kappa ergeben.
  • Statt einer Lebensdauer von nur 17 Gedanken-Momenten, wie oft angegeben, bestehen Suddhāshtaka also für sehr lange Zeiträume. Auch hier hat die moderne Physik bestätigt, dass einige Elementarteilchen (z.B. Elektronen) sehr lange stabil sind. Die Idee, dass alles extrem schnell entsteht und vergeht, ist eine falsche Vorstellung, siehe: Besteht ein beliebiges Objekt (Rupa) nur für 17 Gedanken-Momente?.

7. Suddhāshtaka  (suddha = „rein“ oder „fundamental“‚ ashtaka = „acht“) bedeutet eine „Anordnung aus acht grundlegenden Einheiten“.

  • Vier der acht Einheiten sind die Satara Mahā Bhūta: Patavi, Apo, Thejo, Vayo. Dies sind wirklich die grundlegendsten Einheiten der Materie, aber sie können nicht einzeln detektiert werden. Es wird zu diesem Zeitpunkt für Viele schwer zu glauben sein, aber diese 4 Einheiten entstehen aus Gathi. Siehe Das Gesetz der Anziehung, Charakter (Gathi) und Verlangen (Asava). Nibbana wird durch Entfernen von Asava und Gathi erreicht, siehe Der Weg zu Nibbāna – Entfernen von Asavas. Daher muss man ein Verständnis für diese Konzepte haben, um die Informationen hier zu erfassen.
  • Diese Satara Mahā Bhūta werden zuerst vom Geist mit vier grundlegenden Gathi des Menschen erschaffen: Thada Gathiya (in Sinhala) bedeutet „Grobheit“ und entspricht Patavi; Bandena Gathiya bedeutet „zusammen halten“ (was zum Fliessen führt) und entspricht Apo; Théjas Gathiya bedeutet „feurig“ oder „energetisch“ und entspricht Tejo; Salena Gathiya“ bedeutet „Bewegung“ und entspricht Vayo. Alle vier werden mit Javana Citta geschaffen.
  • Diese grundlegenden vier Einheiten (Satara Mahā Bhūta) entstehen im Geist aufgrund von Avijja (Ignoranz). Wir möchten in den Besitz von Dingen kommen, die aus diesen Einheiten gemacht sind, weil wir die „unfruchtbare Natur“ solch vergänglicher Dinge nicht begreifen.
  • Das Verlangen nach diesen materiellen Dingen führt zu vier weiteren Gathi aufgrund von Tanha: Aufgrund unserer Tendenz diese Rupa als werthaltig anzusehen (varnanä karanava in Singhalesisch), entsteht ein weiteres Gathi, genannt Varna (oder Vanna), als zusätzliche Manifestation der Satara Mahā Bhūta. In ähnlicher Weise entstehen drei weitere Einheiten, genannt Gandha, Rasa, Oja, aufgrund von Tanha entsprechend dem Wunsch, mit diesen in Kontakt zu sein, sie nah bei sich zu halten (rassa) und sie erneut zu generieren. Es braucht Zeit, diese Details zu erklären, aber ich hoffe, dass die Grundidee rüberkommt.

8. Vier Basiseinheiten entstehen aufgund von Avijja: Patavi, Apo, Thejo, Vayo. Die anderen vier Basiseinheiten entstehen aufgrund von Tanha: Varna, Gandha, Rasa, Oja. Die vier letztgenannten Einheiten entstehen auch aufgrund von Patavi, Apo, Thejo, Vayo (eigentlich sind sie nur verschiedene Schwingungsmodi von Patavi, Apo, Thejo, Vayo).

  • Diese acht Basiseinheiten sind nicht isoliert nachzuweisen. Daher werden sie auch Avinibbhoga Rupa genannt. Sie entstehen immer gemeinsam und bilden zusammen ein Suddhāshtaka. Die relativen „Mengen“ jeder Komponente können variieren und somit ein einzelnes Suddhāshtaka dominieren. Aber selbst dann sind alle acht Einheiten in gewissem Maße vorhanden. Dies ist gleichbedeutend mit der Aussage, dass überall dort, wo Avijja ist, auch Tanha anzutreffen ist. Das gilt auch umgekehrt.
  • Diese sehr grundlegende Stufe wird als Bhūta-Phase bezeichnet. Bhūta bedeutet „Geist“ und das deutet auf die schwer fassbare Natur der Einheiten hin. Sie können nie einzeln detektiert und nur von einem Buddha „gesehen“ werden. Der Buddha erklärte dies Mahā Brahma, der dachte, dass er schon alles über die Welt weiß: Brahmanimantanika Sutta (Majjhima Nikaya 49).
  • Ein Suddhāshtaka kann nicht zerteilt werden, d.h. es ist Avinibbhoga Rupa Kalapa.

9. Somit führt Gathi zu Bhūta, der ersten Stufe von Rupa, was nur ein Buddha sehen kann. Das ist die Suddhāshtaka-Stufe, wo mentale Energie zu Materie umgewandelt wird.

  • Wenn eine enorme Zahl dieser Suddhāshtaka zusammen verschmelzen, ensteht ein mehr kondensierter Zustand, genannt Mahā Bhūta. Die feinen Körper von Brahmas und einige Gandhabbas bestehen daraus. Rupa mit dieser höheren Dichte können von Brahmas gesehen werden. Dieses Niveau der „Verfestigung“ kann mit dem energetischen Niveau von elektromagnetischer Strahlung mit Bereich langer Wellenlängen verglichen werden. Das können wir als Mensch mit den Augen nicht sehen.
  • Nur wenn große Mengen dieser Mahā Bhūta verschmelzen und sich noch mehr verdichten, können wir sie sehen. Dieser hochverdichtete Zustand der Materie wird Dhātu genannt. Körper von Devas bestehen aus sehr feinen Dhātu. Daher können wir Devas nicht sehen, aber Brahmas können sie sehen.
  • Unsere Körper bestehen aus dichteren Dhātu, die wir natürlich sehen. Das nennt man daher auch Patavi Dhātu.  Suddhāshtaka in solch groben Objekten werden von Patavi dominiert. In Flüssigkeiten sind die Dinge miteinander verbunden und fließen zusammen, weil Apo Dhātu überwiegt. Nicht nur Feuer, sondern auch Objekte, die ein „energetisches Aussehen“ haben, enthalten überwiegend Tejo. Nicht nur der Wind, sondern auch Dinge, die sich leicht bewegen, enthalten mehr Vayo.

10. Es wird wohl klar, dass Patavi, Apo, Tejo, Vayo viel tiefere Bedeutung haben als nur Erde, Wasser, Feuer und Wind. Warum haben aber die alten Griechen die gleichen Begriffe verwendet? Der Grund ist der gleiche, weshalb auch die Hindu-Religion Begriffe wie Karma (Sanskrit für Kamma) oder Nirvana (Sanskrit für Nibbana) oder Anapana usw. verwendet.

  • In diesem Mahā Kappa gab es bereits drei Buddhas vor Buddha Gotama (d.h. während des Bestehens unseres Sonnensystems). So wurden diese Begriffe schon vor Buddha Gotama benutzt. Die Konzepte der früheren Buddhas wurden durch die aufeinanderfolgenden Generationen übertragen, aber die wahre Bedeutung ging verloren.
  • Die Geschichte der Menschheit ist viel länger als Zehntausende von Jahren, wie heute oft geglaubt. Ganze Kontinente können untergehen und Völker auslöschen. Das wird nicht ernsthaft in Betracht gezogen, aber es gibt Hinweise: https://en.wikipedia.org/wiki/Submerged_continent. Es wird sich zeigen, dass sich eine Region seit Entstehung der Erde definitiv nicht geändert hat und das sind die Gebiete von Sri Lanka, Indien und China. Archäologen sollten in dieser Region mehr Forschung betreiben anstatt in Afrika, wo die Wiege der Menscheit vermutet wird. Siehe Ancient teeth found in China.
  • Die wahre Bedeutung der Begriffe des Tipitaka ging zumindest ein paar Mal auch während dieses Buddha Sasana innerhalb der letzten 2500 Jahre verloren. Beispiele sind die Fehlinterpretation von San, SansaraAnicca und Anatta während der letzten hundert Jahre. Siehe Was ist ‚San‘? und Anicca, Dukkha, Anatta – Falsche Deutungen.
  • Buddha Gotama sagte, dass sein Buddha Sasana für 5000 Jahre andauern wird. Wir sind etwa auf der Hälfte und Buddha Dhamma erfährt gerade eine Wiederbelebung. Dieses Mal wird es hoffentlich einen langen Atem haben aufgrund der Anwesenheit des Internets. Dafür sollten wir der modernen Wissenschaft dankbar sein.

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