Ein weiterer Blick um eine „bessere Person“ zu sein

Lassen Sie uns sehen, wie und warum wir mit Gier, Hass und Ignoranz handeln. Einfach ausgedrückt, alles was wir während eines Tages machen, geschieht nicht zufällig. Wir handeln entsprechend unserem „Charakter“ UND „unserer Art, diese Welt zu sehen“.

  • Wenn man beispielsweise nicht an einen Wiedergeburtsprozess oder an das Gesetz von Kamma glaubt (dass jede Handlung Konsequenzen hat), kann es leichter sein, den Genuss auf Kosten anderer Wesen zu suchen.

2. Unser Charakter oder Weltanschauung lässt sich heutzutage auf eine komplexe Kombination vieler Dinge zurückführen, aber die Hauptfaktoren sind: (i) Sansarische Gewohnheiten (auch Gathi und Asavas genannt), (ii) biologische Eltern, die Teile des physischen Körpers beisteuern (dies steht auch in Verbindung mit Kamma Vipaka), (iii) die Umgebung, in der man aufwächst und die aktuelle Umgebung (d.h. die physische Umgebung und Personen, mit denen man verbunden ist).

  • Auch wenn die Komplexität einer „Person“ nicht auf einfache Dinge reduziert werden kann, sind dies die wichtigsten. Wie der Buddha in der Sabbasava Sutta hervorgehoben hat, sind die wichtigsten Dinge, die JETZT geändert werden können, „die physische Umgebung und Menschen, mit denen man verbunden ist“. Wenn wir über ein Kind sprechen, gilt Nr. (iii) von oben in seiner Gesamtheit.
  • Sobald diese „äußeren Einflüsse“ verbessert sind, sollte als nächstes der Geist gereinigt werden, indem man gute Dinge „aufnimmt“ und schlechte Dinge „verwirft“, d.h. „Anapana“ praktiziert; siehe Was ist Anapana?.

3. Wenn wir im Mutterleib konzipiert werden, kommt eine „Blaupause“ des neuen Lebens in Form einer Manomaya Kaya (die aus sehr feiner Materie besteht) in den Mutterleib und verbindet sich mit der Zygote, aus der Kombination von Ei der Mutter und Sperma vom Vater geformt. Manomaya Kaya besteht aus drei Rupa Kalapas, dem Kaya Dasaka (Blaupause für den physischen Körper), Bhava Dasaka (u.a männlich oder weiblich) und Vatthu Dasaka (Geist Element, mit dem „Gathi“ enthalten). Diese wurden durch Kamma Vipaka festgelegt, was zur Geburt führte.

  • Der physische Körper des neuen Lebens wird nun nicht nur vom Kaya Dasaka beeinflusst, sondern auch vom genetischen Material in Ei und Sperma (DNA der Eltern). Wenn der Fötus wächst, wird er auch von der Nahrungsaufnahme durch die Mutter sowie von ihrem mentalen Zustand, ihrer häuslichen Umgebung usw. beeinflusst. Nach der Geburt bis zum Tod wird der physische Körper (sowie der Geist) von vielen anderen Faktoren beeinflusst, einschließlich von Ernährung und Umwelt.

4. Es gibt also kein „unveränderliches Ich“, weder geistig noch körperlich. Alles ist in ständigem Wandel. Aber man kann nicht sagen, dass es kein Selbst gibt, weil die Charakterqualitäten (Gathi und Asava), die mit dem Manomaya Kaya hereinkommen, sich „weiterentwickeln“ werden. Obwohl sie sich ändern, gibt es eine Fortsetzung eines bestimmten Lebensstroms. Jede Person oder jedes Tier, ist einzigartig mit einem komplexen Satz aus geistigen und physischen Parametern, die sich von Moment zu Moment entwickeln wie ein fließender Fluss.

  • Wir werden einige dieser Faktoren in verschiedenen Abschnitten besprechen, aber ich wollte den Punkt hervorheben, dass jede Person über eine einzigartige Reihe von Charakterqualitäten (Gathi und Asava) verfügt, die sich in der Vergangenheit über unzählige Leben entwickelt haben. Und das sind die Schlüssel zum Schicksal. Man hat die Macht, diese zu ändern.

5. Was eine Person von einer anderen Person unterscheidet, ist dieser Satz von „Gathi und Asava„, was locker als „Charakterqualitäten und tiefsitzendes Verlangen“ übersetzt werden kann. Manche Menschen sind ruhig und still, während andere rau und ausgelassen sind. Manche mögen Musik, während andere gerne Dinge sehen oder sich körperlich betätigen. Die Möglichkeiten sind endlos und es gibt unzählige Kombinationen. Deshalb ist jede Person anders.

  • Verborgen in diesen scheinbar harmlosen „Gewohnheiten“ und „Verlangen“ sind die Verunreinigungen (Kilesa) oder die Tendenzen, sich bestimmten Arten von Aktivitäten zu widmen, die einen selbst oder andere schädigen.
  • Zuerst sollte man sich auf die grellen Charakterfehler fokussieren: Wenn man an Aktivitäten wie Angeln oder Jagen teilnimmt, bedeutet das, dass man willentlich zum Vergnügen tötet. Macht das Sinn in der Weltanschauung eines Wesens, das in einem der 31 Reiche immer wieder geboren wird? Innerhalb dieser weiteren Sichtweise können wir sehen, dass jedes Tier, wie klein oder unbedeutend auch immer, eine Anhaftung an sein Leben hat und wir hätten dieses Leben in der Vergangenheit haben können.
  • Nehmen Sie als weiteres Beispiel einen Handel zwischen zwei Personen. Das Ziel sollte sein, einen angemessenen Gewinn für sich selbst zu schaffen, um sicherzustellen, dass man die Kosten deckt und genug Gewinn macht, um „im Geschäft zu bleiben und für die Familie zu sorgen“. Aber der Handel sollte die andere Seite nicht zu sehr belasten. Wie wir im Beitrag Kamma, Schulden und Meditation besprochen haben, könnte man sich bei anderen Menschen und Wesen tief verschulden, indem man sie auf verschiedene Arten ausbeutet.

6. Der einfachste Weg damit umzugehen, besteht darin, jede Tat sorgfältig zu betrachten und zu entscheiden, ob diese Handlung für alle Beteiligten „fair“ ist. Natürlich könnte man prüfen, ob eine der zehn unmoralischen Taten (Dasa Akusala) mit dieser Tat begangen wird; siehe Zehn unmoralische Taten (Dasa Akusala) .

  • Man muss sich zuerst auf die extremeren Verletzungen konzentrieren. Es macht keinen Sinn sich Gedanken darüber zu machen, ob man versehentlich Insekten tötet, während man im Garten arbeitet, wenn man andererseits zum Vergnügen lügt, betrügt oder Tiere tötet. Es ist gut, eine Vorstellung von der Schwere der verschiedenen Taten zu bekommen; siehe Gewichtung von verschiedenem Kamma.

7. Deshalb ist es wichtig, so viel wie möglich Dhamma zu lernen, während man sich mit Meditation beschäftigt. Der Pfad wird klar, wenn man die Feinheiten in den wichtigsten Dhamma-Konzepten lernt. Ich bin erstaunt, wie sehr ich jeden Tag lerne. Es ist wie ein Bild, das von Tag zu Tag klarer wird. Man fängst an, das kleinste Detail zu sehen. Anstatt zu verzweifeln, bekommt man durch die Reinigung des Geistes ein Gefühl von Klarheit und Frieden. Man erkennt, dass niemand vollkommen ist, bis die Arahantschaft erreicht ist. Der Schlüssel ist Fortschritte zu machen, egal wo man ist. Mit jedem Schritt in die richtige Richtung fühlen Sie sich besser.

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